Die europäische PFAS-Regulierung erreicht eine entscheidende Phase:
Bis zum 31. Mai 2026 läuft die SEAC-Konsultation im Rahmen des europäischen PFAS-Beschränkungsverfahrens.
Besonders betroffen sind industrielle Anwendungen mit Fluorpolymeren wie PTFE, FKM oder FFKM – darunter Dichtungen, Stopfbuchspackungen und Kompensatoren. Diese Werkstoffe kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo hohe Temperaturen, aggressive Medien oder sicherheitskritische Anforderungen bestehen.
In vielen dieser Anwendungen existieren derzeit keine technisch und wirtschaftlich gleichwertigen Alternativen.
Warum die SEAC-Konsultation wichtig ist
Die laufende Konsultation bietet Unternehmen, Betreibern und Anwendern die Möglichkeit, praktische Erfahrungen und technische Anforderungen direkt in das europäische Bewertungsverfahren einzubringen.
Die eingereichten Informationen fließen unter anderem ein in:
- die Bewertung technischer Alternativen,
- die Einschätzung sozioökonomischer Auswirkungen,
- mögliche Ausnahmeregelungen,
- sowie Übergangsfristen für kritische Anwendungen.
Gerade in Bereichen wie Chemie, Energie, Wasserstoff oder TA-Luft-relevanten Anwendungen ist eine realistische Bewertung industrieller Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung.
Belastbare Praxisdaten sind entscheidend
Ohne belastbare Daten aus realen Industrieanwendungen besteht das Risiko, dass technische Anforderungen, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Auswirkungen nur unzureichend berücksichtigt werden.
Die SEAC-Konsultation stellt aktuell die einzige formale Möglichkeit dar, diese Aspekte aktiv in das Verfahren einzubringen.
PFAS-Konsultation 2026 – Kurzüberblick
- Frist der SEAC-Konsultation: 31. Mai 2026
- Verfahren: Europäisches PFAS-Beschränkungsverfahren
- Betroffene Werkstoffe: PTFE, FKM, FFKM und weitere Fluorpolymere
- Betroffene Anwendungen: Dichtungen, Packungen, Kompensatoren und weitere industrielle Komponenten
- Ziel der Konsultation: Bewertung technischer, wirtschaftlicher und sicherheitsrelevanter Auswirkungen
Weiterführende Informationen zur SEAC-Konsultation finden Sie bei der ECHA.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
PFAS-Beschränkungsverfahren / SEAC-Konsultation
Informationsmaterial KLINGER Kempchen
